Ausflug des Kekolo Chores nach Leipzig zur

38. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für

Phoniatrie und Pädaudiologie

Am 29.09.22 wurde es endlich wahr. Zwei Jahre hatten wir daraufhin geprobt, unsere Fahrt nach Leipzig zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie auf Einladung von Prof. Dr. Fuchs in der Uni-Klinik.

Mit einem 20er Bus starteten wir um 9.30 in Geisweid mit 13 Personen an Bord. Für das leibliche Wohl auf der Fahrt sorgten Horst für die Getränke und Wolfgang für das Essen. Gegen 11 Uhr wurde das zweite Frühstück eingeläutet. Es gab mache Überraschung aus der Kühltasche. Gewählt werden konnten Brötchen, 2 Sorten Käse, Eier, kleine Gurken, Pfefferbeißer, Fleischwurst und Mettwurst. Dazu Wasser, Radler oder Bier mit und ohne Alkohol. In Leipzig angekommen hatte unser Orgateam vorab schon gute Arbeit geleistet. Beate hatte sich um die Hotelbuchung und den Bus gekümmert und unter Mithilfe von Annette für abends gute Restaurants gebucht. Jedes für sich hat uns ein richtig leckeres Essen serviert.

Am Freitag fuhren wir mit unserm Bus zur Uni Klinik, wo das Symposium stattfand und wir um 13 Uhr unseren Auftritt haben sollten. Wir wurden von Prof. Dr. Fuchs aufs herzlichste begrüßt. Er bedankte sich, dass wir die weite Fahrt für diesen Auftritt auf uns genommen hatten. Vier Lieder und eine Zugabe hatten wir dabei. Der Applaus war jedoch so überwältigend, dass wir noch ein fünftes Lied gesungen haben. Der Auftritt und die lange Anreise hatten sich in jeder Hinsicht gelohnt. Wir spürten richtig die Anerkennung für die Leistung, ohne Kehlkopf doch noch Singen zu können, was manche im Publikum vorab sicher nicht glauben konnten. Mit so viel Lob und Anerkennung hatten wir nicht gerechnet. In solchen Momenten rücken die doch oft anstrengenden Proben und die weite Fahrt ganz in den Hintergrund. Als Dankeschön bekam noch jeder von Prof. Dr. Fuchs das gut verpackte Traditionsgebäck, die Leipziger Lerchen, geschenkt. Eine Gebäckspezialität, deren Name an die früher in Leipzig als kulinarische Delikatesse insbesondere zu Festtagen verzehrten Singvögel erinnert. Am Spätnachmittag ging es dann mit der Straßenbahn zu unserem schon vorab gebuchten Restaurant, haben uns dort mit wirklich leckeren Essen verwöhnen und dabei nochmal unser Chorerlebnis Revue passieren lassen.

Der Samstag stand jedem zur freien Verfügung. Vormittags hatten sich die meisten für einen Stadtbummel entschieden, um Leipzig besser kennenzulernen. Es ist einfach sehenswert. Da der Wettergott uns zeigen wollte das es in Leipzig auch Regen gibt, hatten sich einige von uns in einem Café mit Leckereien verwöhnen lassen. Nachmittags stand dann der Besuch des Leipziger Zoo auf dem Programm, der sehr weitläufig und verzweigt ist. Wir waren nach diesem Rundlauf alle ziemlich geschafft und die Straßenbahn fuhr uns zu einem Restaurant zum Abendessen. An der Haltestelle war kein Fahrkartenautomat und das Gerät in der Straßenbahn war defekt. Somit sind wir alle als Schwarzfahrer in Leipzig abgestempelt. Es kam jedoch keine Kontrolle.

Den Abenden ließen dann die meisten mit einem Absacker an der Hotelbar ausklingen. Am Sonntagmorgen sind wir nach einem guten Frühstück in Richtung Heimat gestartet. Genau wie auf der Hinfahrt ohne Stau und alle wohlbehalten zu Hause angekommen. Ein großes Danke gilt noch unsrer Busfahrerin Esther von dem Busunternehmen Schulte aus Heggen. Sie hat uns mit ihrer ruhigen und freundlichen Art sicher von A nach B gebracht, denn auch in Leipzig wurde sie noch von uns in Anspruch genommen. Das Resümee dieser Reise: Ein unvergessliches Erlebnis für unseren Chor und weiterhin fleißig proben, um mit unseren Auftritten Betroffenen Mut zu machen, dass ein Leben auch mit einer Behinderung noch lebenswert ist.

 

Wolfgang Steinbach & Monika Schade


Jahresausflug des Bezirksvereins der Kehlkopfoperierten Siegen-Olpe-Gummersbach-Altenkirchen am 10. September 2022 zu der Straußenfarm Gemarkenhof in Remagen

Unser diesjähriger Ausflug ging nach einem Tipp von unserem Patientenbetreuer Harald Pascheke zur Straußenfarm. Die Buchung für den Bus übernahm Beate Florath und für den Tagesablauf war Wolfgang Steinbach mit dem Team vom Gemarkenhof verantwortlich. Nachdem unser Busfahrer die Attendorner aufgesammelt und die in Geisweid wartenden Teilnehmer eingeladen hatte - wir waren 33 Personen - ging es bei noch bedecktem Himmel Richtung Engelskirchen, wo noch zwei Mitglieder zustiegen. Unser erster Vorsitzender Wolfgang Steinbach hieß alle herzlich Willkommen und erläuterte das Tagesprogramm. Alle waren frohgemut und gespannt was uns erwarten würde. Gegen 11.30 hatten wir unser Ziel erreicht und wurden auf dem Gemarkenhof herzlichst begrüßt.

Zum Mittagessen nahmen wir an den schön eingedeckten Tischen Platz und wurden mit einem sehr leckeren und vielseitigen Buffet überrascht, z.B. Brühe mit Markklößchen vom Strauß und Sauerbraten ebenfalls vom Strauß. Das ausnehmend freundliche und hilfsbereite Personal gab sich alle Mühe, auch denen etwas zu bieten die gesundheitlichen Probleme hatten. Die Krönung war der leckere Nachtischmit Cremespeisen und rundum zufriedene Gesichter.

Anschließend ging es mit einer Bimmelbahn durch das große Gelände der Farm. Es fing bei den größten Straußen an und endete bei den kleinsten, die alle in separaten Einzäunungen zu sehen waren. Der Fahrer erklärte uns bei jedem Stopp auf eine angenehm lockere Art etwas über die großen Vögel. Wer wollte, durfte sie auch streicheln, trotz ihres Respekts einflößenden Größe. Von dem zwischenzeitlichen Regen ließen wir uns nicht abschrecken. Am Ende der Rundfahrt haben wir noch das Bruthaus besichtigt. Hier werden die Straußeneier bei einer Temperatur von 36°C sechs Wochen bebrütet. Nach dieser Besichtigung haben wir es uns bei leckerem Kaffee und Kuchen noch mal gut gehen lassen. Mit unserem guten und umsichtigen Busfahrer ging es gegen 17 Uhr wieder Richtung Heimat. Es war ein rundum gelungener Tag, der uns in guter Erinnerung bleiben wird.

Wolfgang Steinbach & Monika Schade


40-jähriges Jubiläum des BzV Siegen-Olpe-Gummersbach-Altenkirchen e.V.

Am 30. Juli 2022 hat der Bezirksverein Siegen-Olpe-Gummersbach-Altenkirchen e.V. (pandemiebedingt mit einjähriger Verspätung) sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert. 60 Gäste waren der Einladung ins Bürgerhaus in Siegen-Geisweid gefolgt, darunter der Präsident des Bundesverbandes Herbert Hellmund mit seiner Frau und die Vizepräsidentin Karin Dick. Vom Landesverband waren der Vorsitzende Heinz Günter Dohmen und seine Frau zu Gast sowie von der SHG Köln das Ehepaar Berschel. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden Wolfgang Steinbach übernahmen Jutta und Hans-Jürgen Simon die Moderation, um unter Entwicklung eines Schaubildes Fakten und Personen von 1981 und 2021 einander gegenüberzustellen.

In ihrem humorvollen und kurzweiligen Vortrag spannten sie den Bogen vom „Skandal im Sperrbezirk“ zu „Layla“, vom damaligen Bürgermeister der Stadt Siegen Hans Reinhardt zu Steffen Mues, dem heutigen Bürgermeister der Universitätsstadt Siegen, der  bei der Veranstaltung von seiner 1. Stellvertreterin Angela Jung vertreten wurde. Als erste Grüne in dieser Position wurde sie mit einer Sonnenblume begrüßt.

Anhand des Schaubildes wurde aufgezeigt, wer zur Zeit der Gründung in der Hierarchie des Kehlkopflosenverbandes tätig war und zum heutigen Zeitpunkt federführend ist. Angela Jung brachte zum Ausdruck, was viele der Anwesenden im Nachhinein ebenfalls äußerten, dass es interessant sei, nicht nur die Vereinsgeschichte auf diese Weise kennenzulernen, sondern auch die politischen Hintergründe im Jahr 1981. Eine große Bereicherung war auch der Beitrag von Dr. Jochen Fend, der als Zeitzeuge und Gründungsmitglied des Bezirksvereins unter den Gästen weilte und mit einem Augenzwinkern den Werdegang des Vereins skizzierte und würdigte. Nach den Grußworten von Herbert Hellmund und Heinz Günter Dohmen meldete sich auch das neueste Mitglied des Vereins Joachim Ziegler in Reimform zu Wort.

In allen Redebeiträgen wurde die Wichtigkeit der Arbeit der Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige hervorgehoben. 

Ein Wermutstropfen war, dass die Mikrofonanlage im Bürgerhaus sehr zu wünschen übrig ließ.

Weitere Programmpunkte waren die Liedvorträge des vereinszugehörigen Kekolo-Chores und des seit 11 Jahren dem Verein verbundenen Chores Sono Vocale, sowie die Ehrung der Jubilare.

Nach Beendigung des offiziellen Teils wurde das leckere Büfett gestürmt, und es gab Gelegenheit zu vielen persönlichen Gesprächen.

Jutta Simon


"Singen ist Medizin" - Sing-Workshop am 26.02.2022 mit A.M. Wiese

Ist es wirklich schon drei Jahre her? Auf meiner Anreise durch das weite, nebelige und hügelige Siegerland wundere ich mich, wie gut mir noch der letzte Sing Workshop bei den KeKolos in Erinnerung ist - aber es ist einfach auch eine tolle Gruppe von besondern Menschen! Bald 10 Jahre gibt es den Chor der Kehlkopflosen, alles Menschen die durch eine Krebserkrankung ihren Kehlkopf entfernt bekamen und danach atmen und sprechen neu lernten - mithilfe des Stoma. Ein Mann sagte nach seiner OP im Herbst, dass er auf jeden Fall zu Weihnachten mit seinem Enkel deren gemeinsames Weihnachtslied singen wolle. "OK!" sagte die Logopädin Nicole Hübenthal,  - es fanden sich noch mehr Menschen - und so war der Anfang gemacht: die Kekolos waren geboren!

Vor drei Jahren lernten wir uns auf einer Singveranstaltung der (Bonner/Umland) Selbsthilfegruppen kennen und lieben! Ich war berührt und beeindruckt vom Klang und der herzlichen Stimmung der Kekolos und sie wiederum waren ganz angetan vom Liedgut der Heilsamen Lieder: "Manche Texte passen einfach supergut auf unsere eigene Geschichte", sagen sie - und so luden sie mich auch dieses Jahr ein, um ihr Repertoire zu erweitern. "Ein kleines Lied, ein klitzekleines Lied, ein kleines Lied jeden Tag... ändert dein Leben, und es bleibt nichts wie es war" gehört zum festen Repertoire, ebenso wie "Singen ist Medizin" und wurde auch in der Kirche zum 40jährigen Jubiläum des Landesverbandesverbandes der Kehlkopfoperierten NRW gesungen und als Video aufgenommen.

Ob sie sich verbessert hätten, wollen sie von mir wissen? Aber hallo! Wenn das Ohr sich auch erst einmal umgewöhnen muss: ich kann deutlich hören, dass mehr Modulationsfähigkeit möglich ist, sie variieren in Lautstärke, einheitliche Rhythmen, die früher herausfordernd waren, sind gar kein Thema mehr: sie legen sogar einen lupenreinen "Frühstücks-Rap" hin und auch zweistimmige Songs mit kurzen Einwürfen: ich bin begeistert 🙂 Das geht ganz klar auch auf die tolle musikalische Begleitung und Leitung von Kurt Freund, der Musiker, Chorleiter und Gitarrist der Kekolos.

Doch neben den musikalischen Schritten bin ich auch dieses Mal einfach hin und weg vom Gemeinschaftsgeist dieses Chores und lerne viel dazu. Von dem Wunsch, noch mehr Menschen Mut zu machen, dass auch nach einer so einschneidenden Lebensveränderung Leben in Gemeinschaft weiterhin möglich ist und eine größere Lobby. ("Alle reden über Brustkrebs, aber keiner will was von Kehlkopfkrebs hören - das frustriert..") Die Kekolos sind deutschlandweit der einzige Chor mit Kehlkopfoperierten Menschen und ich wünsche diesem Land und den betroffenen Menschen mehr Möglichkeiten dazu - darum möge dieses Lied in alle Richtungen flattern...

Thema Corona? "Unser Stoma ist unser Mundschutz" sagt eine Sängerin, die schon seit 18 Jahren damit lebt." darum treffen wir uns, sobald es in Corona Zeiten möglich ist."  Mit blitzenden Augen sagt sie außerdem: "Darum geht es noch im Leben, dass man Kontakt hat, sich ein gutes Leben macht. Leicht ist es fast nie, aber zusammen geht es einfach besser!"

Und so wagen wir uns sogar an ein spanisches Lied: Solo no puedes llegar, pero solo tu puedes llegar" - Alleine kannst Du es nicht schaffen - aber nur Du alleine kannst es schaffen. Nach 4 Stunden neuem "Stoff" ist die Aufnahmekapazität der 8 Sänger*innen ganz schön gedehnt, aber auch das gehört zum Workshop. Ein klein wenig Herausforderung gehört dazu, um dann über das Jahr auch Freude am Erarbeiten der neuen Songs zu haben und am Ende richtig stolz zu sein, was alles geschafft wurde!

Vielen, vielen Dank an Euch, liebe Kekolos, Euren Lebensmut, Euer JA, Eure Gemeinschaft. Danke an die zauberhaften Menschen, die Salate und Würstchen, Kuchen und Torte gezaubert haben - denn natürlich gehört zum Singen in Gemeinschaft auch das Essen und Feiern, dann können Freud und Leid besser miteinander geteilt werden! Das tolle Bild ist von Thomas Becks, der extra aus Solingen angefahren kam, um den Tag in Bild und Ton aufzunehmen. Auch dort gibt es eine Selbsthilfegruppe: www.kehlkopfoperierte-bergisch-land.de

Wer mehr über die Kekolos erfahren möchte, Kontakt aufnehmen, oder selber einen Chor gründen möchte: siehe www.kekolo-chor.de.

Im September geht es für den Chor nach Leipzig. Auf einem internationalen HNO-Ärztekongress werden sie die Veranstaltung musikalisch mit eröffnen - einfach klasse!

Ich wünsche dem Chor alles Gute und bin dankbar für die berührenden und heiteren Begegnungen!

Weitere Infos hier: www.wesentlichwerden.de und www.singende-krankenhaeuser.de

 

Ananda Monika Wiese, Musiktherapeutin


Tagesfahrt des Bezirksverein

Siegen - Olpe – Gummersbach

Nach der langen Corona Durststrecke hatten wir unsere Mitglieder am 25. September 2021 zu einer Tagesfahrt mit Ziel Biggetalsperre und Umland eingeladen. 30 Personen hatten sich dazu angemeldet. Bei bestem sonnigem Wetter wurden wir in Geisweid mit zwei Shuttle Bussen zu unserem ersten Zielort, der Hansestadt Attendorn gebracht. Dort sind wir dann gemütlich durch die schöne Stadt Richtung Atta-Höhle, einer Tropfsteinhöhle, gelaufen. Die Biggolino Bimmelbahn wartete auf uns und brachte uns durch die schöne Landschaft im Süd-Sauerland bis zur Anlegestelle des Schiffs MS Bigge. Wer wollte konnte sich dort in dem Restaurant Leuchtturm etwas stärken und den Durst stillen aber auch spazieren gehen. Um 15.30 Uhr startete dann an der Anlegestelle unser Schiff bei herrlichem Sonnenschein zur Biggerundfahrt bis Sondern. Dort sind wir dann gemeinsam in dem Lokal Seeterrassen eingekehrt, wo wir auch schon angemeldet waren und herzlichst empfangen wurden, da wir mit unserem Kekolo Chor auch schon öfters da waren. Wie immer, war das Essen aber auch die Freundlichkeit des Personals nicht zu übertreffen. Wir können es nur weiterempfehlen. Um 19 Uhr ging es dann wieder Richtung Heimat. Es war ein rundum gelungener Tag. Wir konnten uns endlich mal wieder von Angesicht zu Angesicht miteinander austauschen, was wir alle sehr genossen haben.

Monika Schade


Der Kehlkopflosenchor KEKOLO lässt

einfach die Seele baumeln im August 2019

Da uns auch der Zusammenhalt und das füreinander da sein in unserem Chor sehr wichtig ist, gönnen wir uns ab und an ein gemeinsames Essen in einer schönen Lokalität. Dieses Mal haben wir es ein wenig ausgedehnter gemacht und uns in Sondern zu einer Schiffsrundfahrt über den Biggesee getroffen. Das Wetter war uns gut gesonnen. Es heißt ja nicht umsonst; wenn Engel reisen... Drei gesundheitlich nicht so fitte Teilnehmer haben geduldig an der Promenade gewartet. Im Anschluss haben wir uns im Seeterrassen Restaurant - in dem wir schon gern gesehene Gäste sind - ein köstliches Essen servieren lassen. Es war rundum ein sehr schönes gemeinsames Erlebnis. Bin ich froh, das Mädchen für alles dieser tollen Truppe zu sein.

Monika Schade